Zucker-Basics III: Zuckeralternativen

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Welcher Zucker ist gesund – bzw. gibt es gesunde Zuckeralternativen? Süß, süßer, am Süßesten! Es gibt neben den altbekannten Süßungsmethoden (Weißer Zucker, Honig etc.) mittlerweile zahlreiche Produkte, die Süße versprechen und doch eine gesündere Alternative darstellen sollen. Doch gibt es das wirklich, gesunde Zuckeralternativen die gleich viel können wie bekannte Süßungsmittel? Heute untersuchen wir verschiedene Zuckerarten im Detail.

Gibt es gesunde Zuckeralternativen? Bewertungsliste

Wir haben bekannte Zuckeralternativen nach von uns aus gewählten Kriterien wie Geschmack, Natürlichkeit, Kalorien, Chemische Zusammensetzung, Glykämischer Index und Verwendung bewertet und das ist das Ergebnis (von „besten“ bis am „schlechtesten“). Aber Achtung, auch wenn es bessere und schlechtere Zuckerarten gibt, sollte man den Zuckerkonsum einschränken!

 Für eine kurze Zusammenfassung der Bewertungskriterien und einen Überblick der besten Zuckeralternativen lies unseren Beitrag Welcher Zucker ist gesund?

1. Ahornsirup

  • Geschmack: je nach Reifegrad entweder mild und süß oder recht herb, die Süßkraft liegt bei 60-65 %
  • Natürlichkeit: Sirup ist bei Niedrigtemperatur eingekochter und eingedickter Saft des Baumes, durch die schonende Verarbeitung bleiben Mineralien und Vitamine im Sirup enthalten
  • Kalorien: ca. 260 kcal / 100g
  • Chemische Zusammensetzung: Hauptsächlich aus Zweifachzucker Saccharose (Glucose-Fructose-Moleküle), nur sehr niedriger Gehalt an freier Fructose (vs. andere Frucht-Dicksäfte aus Früchten)
  • Glyx: 65 (mittel)
  • Verwendung: Reifegrad sollte auf gewünschten Geschmack abgestimmt werden
Ex aequo: Erythritol (Xucker)
  • Geschmack: weniger süß mit einer Süßkraft von 70% von weißem Zucker
  • Natürlichkeit: Industriell hergestelltes Produkt ohne Mineralien. Kann in zwei Prozessen hergestellt werden wobei diese Art die häufigste ist: Hergestellt durch Einsatz von osmophilen Pilzen, die mit Kohlenhydraten „ernährt“ werden und diese mit Hilfe des Fermentationsprozesses in Alkohole wie Erythrit spalten.
  • Kalorien: 0 kcal
  • Chemische Zusammensetzung: Zuckeralkohol, enthält weder Glucose noch Fructose
  • Glyx: 0
  • Verwendung: keine Einschränkung bei der Verwendung, kommt von allen Zuckerersatzstoffen dem Haushaltszucker am nächsten

2. Stevia

  • Geschmack: 300 Mal höhere Süßkraft als weißer Zucker und einen gewöhnungsbedürftigen leichten Lakritz-Nachgeschmack
  • Natürlichkeit: nicht sehr häufig verwendete ursprüngliche Stevia Blätter wären ein natürliches Süßungsmittel, meistens verwendet man jedoch Steviolglykoside E 960, diese werden unter höchst physikalischen und chemischen Bedingungen gewonnen
  • Kalorien: keine Kalorien
  • Chemische Zusammensetzung: Zuckeralkohol, enthält weder Glucose noch Fructose
  • Glyx: 0
  • Verwendung: meist kann nur ein kleiner Teil von weißem Zucker mit Stevia ersetzt werden (Geschmack!)
Ex aequo: Kokosblütenzucker (Kokosblütennektar)
  • Geschmack: schmeckt angenehm süß, hat eine Süßkraft von 90% von weißem Zucker
  • Natürlichkeit: Naturprodukt wird unter sehr hohen Temperaturen industriell hergestellt, angewandte Hitze zerstört die natürlich vorkommenden Mineralien und Vitamine
  • Kalorien: ca. 380 kcal / 100g
  • Chemischen Zusammensetzung: Hauptsächlich aus Zweifachzucker Saccharose (Glucose-Fructose-Moleküle), vernachlässig niedriger Gehalt an freier Fructose
  • Glyx: 35 (niedrig)
  • Verwendung: Sehr teuer (€25-35/ kg)
Ex aequo: Xylit (Birkenzucker)
  • Geschmack: Birkenzucker schmeckt leicht nach Menthol, jedoch die gleiche Süßkraft wie der weiße Zucker
  • Natürlichkeit: chemische Herstellung aus Zellstoff aus Holz (mehr Info unter http://bit.ly/1LB0M1z)
  • Kalorien: ca. 240 kcal / 100g
  • Chemische Zusammensetzung: handelt sich um ein Zuckeralkohol und beinhaltet daher weder Fructose noch Glucose
  • Glyx: 7 (niedrig)
  • Verwendung: kein Karamellisieren, kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken

3. Honig

  • Geschmack: sehr süß und eine deutlich höhere Süßkraft als weißes Zucker
  • Natürlichkeit: Als Bioprodukt aufgrund der schonenden Verarbeitung mineralstoffreich, industriell hergestellte Honigsorten werden unter sehr hohen Temperaturen verarbeitet und somit hoher Mineralverlust
  • Kalorien: 300 kcal / 100g
  • Chemische Zusammensetzung: Glucose Fructose Moleküle liegen frei vor, ca. 1:1
  • Glyx: zwischen 60-80 (hoch)
  • Verwendung: Honig färbt Gebäck beim Backen dunkel

4. Agavendicksaft

  • Geschmack: hat eine höhere Süßkraft als weißer Zucker
  • Natürlichkeit: Verarbeitung unter schonenden Bedingungen und somit ein natürliches vitaminreiches Produkt
  • Kalorien: ca. 300 kcal /100g
  • Chemische Zusammensetzung: freie Glucose Fructose Moleküle, Verhältnis liegt zwischen 1:7 und 1:9
  • Glyx: ca. 35 (niedrig); allerdings wenige 1 Studien dazu
  • Verwendung: keine Einschränkungen
Ex aequo: Reissirup
  • Geschmack: weniger süß und eine Süßkraft von 50%-60%
  • Natürlichkeit: schonende Herstellung und somit ein recht natürliches Produkt
  • Kalorien: ca. 300 kcal / 100g
  • Chemische Zusammensetzung: enthält Glucose und den Zweifachzucker Maltose
  • Glyx: zwischen 95-100 (hoch)
  • Verwendung: muss vor der Bearbeitung erwärmt werden, ansonsten recht zähflüssig

5. Weißer Zucker (Haushaltszucker), Brauner Zucker

  • Geschmack: schmeckt süß, seine Süßkraft war der Maßstab für Vergleiche
  • Natürlichkeit: industrielle Verarbeitung in mehreren Schritten, daher kein natürliches Produkt
  • Kalorien: 400 kcal /100g
  • Chemische Zusammensetzung: Mehrfachzucker Saccharose (Glucose-Fructose Moleküle im Verhältnis 1:1)
  • Glyx: ca. 70 (mittel)
  • Verwendung: keine Einschränkung, Brauner Zucker teilweise nicht so leicht löslich

Trotz der großen Anzahl von Zuckeralternativen ist der Körper nicht darauf angewiesen, neben Fruchtzucker aus Früchten zusätzlichen Zucker aufzunehmen. Ein zu hoher Konsum von Zucker wirkt sich negativ auf den Körper aus, wollt ihr wissen, wie sich Zucker auf den menschlichen Organismus auswirkt? Dann schaut nächste Woche wieder vorbei – im Ohnly Live healthy Blog!

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